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Entwicklungsgeschichte der Haushunde
Nach heutigen Erkenntnissen gehen die Hundeartigen - wie alle Raubtiere - auf die ersten Altraubtiere - die Miaciden vor 50 Millionen Jahren - zurück. Nach dem Auftreten der ersten Neuraubtiere ging die gemeinsame Entwicklung zunächst in Bezug auf den Schädel-, Gebiss- und Fussbau geradlinig in Richtung der heutigen Hunde. Die erste Abspaltung aus dieser Entwicklungslinie dürften die Katzenartigen vor fünfundvierzig Millionen Jahren vollbracht haben dicht gefolgt von den Bären, Kleinbären, Mardern und Schleichkatzen.
Als die ersten Hundeahnen gelten Raubtiere mit paarig angeordneten Reißzähnen wie das Hesperocyon, der Sunkahetanka, das Archaeocyon, die verschiedenen Borophaginae, und der Phlacocyon. Als erster direkter Vorfahre der heute lebenden Wölfe, Hyänen und Schakale wird zur Zeit der 9 Millionen Jahre alte Eucyon angesehen.
Die eigentliche Entwicklung unserer Hunde begann mit dem Hesperocyon vor 37 Millionen Jahren. Weitere Ahnen waren das Sunkahetanka, Archaeocyon, Borophagus, und Phlaocyon.. Alle dieser Arten haben jedoch in der heutigen Zeit keine direkten Nachfahren mehr und stellen ausgestorbene Zweige dieser Familie dar.
Gemeinsamer Vorfahr aller heute noch lebenden Hundegattungen ist das Eucyon vor 7 Millionen Jahren gewesen. Nun stellt sich aber die Frage welche der heute noch lebenden Canidenarten der Urahn unserer Haushunde ist. Die unglaubliche Vielfalt unserer Hunde stellte Generationen von Wissenschaftlern vor schier unlösbare Rätsel. Sind sie alle einer einzigen Art zugehörig ? Wer waren die Ahnen ? Was bedeutet dies für die heutigen Hunde ?
Nahezu alle Vorfälle in denen Hunde Menschen gefährlich werden resultieren aus einer gestörten Sichtweise heraus. Wir sehen den guten, treuen, intelligenten Hund von Walt Disney oder einen Lassie. Dem kann kein Hund gerecht werden. Einzig ein sachgemässer Umgang mit Hunden kann helfen Unfälle zu vermeiden. Der Hund ist ebenso ein hoch sozialer Räuber und Aasfresser wie der Wolf. Wer dies weiss kann mit gezielter, hundgerechter Erziehung seine natürlichen Verhaltensweisen in eine für beide Seiten angenehme Richtung lenken.
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