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 Andreas Noll

 

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Die Hundeseite im Netz...

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Alles über Hundehaltung und Hundeverhalten.

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Kriegs- und Kampfhunde

 

Die ersten Kriegs- und Kampfhunde gingen aus besonders großen Herdenschutzhunden hervor. Schon bald setzte bei kriegerischen Horden die planmäßige Zucht auf außerordentlich wilde und aggressive Tiere ein. Als Ursprungsrasse wird die Tibetdogge gesehen. Der Verbreitungszug dieser molosserartigen Hunde führte zum einen von Tibet nach Westen durch den Mittleren Osten zu den Mittelmeerländern und andererseits nach Nordwesten über China nach Russland. Mithilfe Ihrer Hunde unterwarfen diese Kriegerhorden alles, was sich ihnen in den Weg stellte.

Ca. 600 v. Chr. kam der Stamm der Alanen ins heutige Albanien und brachte so den germanischen Stämmen den ersten Hund des östlichen Mastifftypus. Hier wurden diese Riesen in die eigenen Hundepopulationen eingekreuzt.

Ebenso bedienten sich griechische und assyrische Armeen der Kriegshunde um das feindliche Feuer auf sich ziehen und die Stellung aufzudecken. Häufig trugen diese Tiere Halsbänder mit Messern und verbreiteten allein durch ihren Anblick schon Angst und Schrecken.

Im alten Rom kamen diese Tiere nicht nur im Heer, sondern auch in der Arena im Kampf gegen Bären, Löwen und Gladiatoren zum Einsatz.

 

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" Cave canem - Warnung vor dem Hund " altes römisches Mosaik

Im Mittelalter wurden diese Rassen aber durch die moderne Kriegsführung arbeitslos und dienten ab nun vornehmlich als Wächter für Haus und Hof, als Zugtiere und zum Treiben von wehrhaften Vieh wie zum Beispiel den Bullen.

Daraus entwickelte sich im 15. Jahrhundert ein eigener „Sport“ das Bull Baiting. Hierbei wurde der Bulle von dem Hund an der Nase zu Boden gerissen. Jeder Fehler des Hundes hatte seinen Tod oder schwere Verletzungen zur Folge. Die ursprünglichen Molosser waren aber hierfür zu groß und ungelenk. Es musste eine eigene, kleinere Rasse mit Vorbiss gezüchtet werden, damit sie beim Festhalten keine Atemprobleme bekamen. Die erste Bulldogge war gezüchtet! Der gnadenlose Auswahlprozess führte zu außerordentlich kämpferischen Tieren, die in ihrem Aussehen stark der heutigen Amerikanischen Bulldogge - einer gezielten Rückzüchtung unter optischen Gesichtspunkten - ähnelten.

Da der Kampf der Bulldoggen aber vergleichsweise ereignislos schien und oft in einem stundenlangen in einander Verbeißen endete, wurden gezielt raubzeugscharfe Terriertypen eingekreuzt, die immer wieder auf neue zubissen. Dies war die Geburtsstunde des Bull and Terriers, aus dem später der Bullterrier hervorging.

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Bullen der alten Rinderrassen waren weltweit ernstzunehmende Gegner für die Bullenbeisser.

Im 19. Jahrhundert kamen perverse Hundehalter darauf, die tüchtigsten dieser Hunde gegeneinander kämpfen zu lassen. In der Pit - der Hundearena bekämpften sie sich bis zum Tode und steigerten so weiter die Auslese. - Der Pit Bull war geboren. Die Aggressivität durfte sich allerdings immer nur gegen Tiere richten anderenfalls wurden sie umgehend erschossen. Sie mussten sich sogar mitten im Kampf von völlig fremden Menschen trennen lassen, ohne irgendeine Form der Aggression zu zeigen. Der Kampfhund war das Rennpferd des armen Mannes. Ganze Besitztümer wurden auf ihn verwettet.

Diese blutrünstige Vergangenheit hat das Wesen der heutigen Kampfhunderassen mit geprägt. Anderen Tieren gegenüber können sie recht unverträglich sein, wenn man sie nicht entsprechend fördert, sozialisiert und erzieht. Ihren Menschen gegenüber sind sie in aller Regel extrem anhänglich und verschmust.

Sie würden alles für ihre Menschen tun und das kann sie in den falschen Händen und mit falscher Erziehung, wie jeden großen Hund, zur Waffe werden lassen. Ihre Selbstsicherheit machte sie mit zu den beliebtesten Behindertenbegleithunden auf der Welt, bevor unsachliche Medienhetzkampangen diese Rasseschläge in Verruf brachten. Diese entbehren jeder Grundlage.

Leider ist heute eine umgekehrte Situation zu beobachten.

Viele Interessengemeinschaften oder Halterverbände erwecken mit pseudowissenschaftlichen Argumentationsketten und der simplen Sammlung von Gutachten bewusst den Eindruck Tiere dieses Typus wären im Grunde alle Engel.

Das steht so weder in diesen Gutachten noch entspricht es so pauschal der Wahrheit.

Hunde dieses Typus sind Hunde – nicht mehr und nicht weniger. Was aus einem Hund dieses Typus wird, hängt – wie bei jedem Hund- in erster Linie vom Halter ab.

Gezielte Beobachtung, Förderung und sanfte Lenkung dieser Tiere auf soziale Verhaltensweisen im Umgang mit anderen Hunden sind extrem wichtig.

Wer wirklich diesen Rassen gerecht werden will, sollte weder in der einen, noch in der anderen Richtung pauschalisieren.

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Wie dieser American Staffordshire Terrier zeichnen sich alle dem Kampfhundetypus zugerechneten Rassen, durch einen kräftigen Körperbau aus.

Leider interessieren sich zunehmend die falschen Leute für diese Hunde. Leute, die Ihr eigenes Leben nicht im Griff haben, werden diesen Tieren eher schaden.niemals diese Hunde in die richtigen Bahnen lenken können.

Die Sozialisierung - insbesondere die frühzeitige Gewöhnung an andere Tiere darf auf keinen Fall vernachlässigt werden. Niemals dürfte ein solcher Hund in die falschen Hände gelangen. Gelingt einem aber die Sozialisation so wird man mit einem der bezauberndsten Gefährten den man sich wünschen kann belohnt.

Viele Menschen neigen dazu, diese Tiere zu verurteilen. Aber letztendlich lassen sich keine eindeutigen Kampfhunderassen feststellen. Wie in allen Gruppen ist auch hier die Einteilung oft willkürlich. Die meisten Leute erstaunt auch die Tatsache, dass die Zug- und Treibhunde ebenfalls in diese Gruppe gehören. Sicherlich hat ein Großteil dieser Hunde damals dieser Aufgabe gedient. Ebenso könnte man andere Rassen zu den Kampfhunden zählen, die niemals mit ihnen in Verbindung gesetzt werden.

Was sind Kampfhunde? - Hunde, die gegen andere Tiere kämpfen?

Was ist dann der Dackel, der eigens dazu gezüchtet wurde den Dachs aus seinem zu Bau beißen? Was ist der Jagdterrier der ohne zu zögern jedes Raubtier angreift?

Oder sind Kampfhunde Hunde die gegen Menschen kämpfen?

Was ist dann der Deutsche Schäferhund, den man einer jahrzehntelangen Aggressionszucht unterzogen hat. - Wo sind die anderen Schutzhunderassen einzuordnen? Im Anschluss sind einige Rassen dieser Gruppe aufgeführt. Bei vielen dieser Rassen hätte man eine gänzlich andere Gruppeneinteilung vermutet. Aggression ist fester Bestandteil eines jeden sozialen Lebewesens. Es kommt nur darauf an, was man daraus macht.

Weder suggestive Glorifizierung, noch unsachgemäße Verteufelung ist angesagt, einzig objektive Berichterstattung kann diesen oft zauberhaften Hunden noch helfen.

Ab Dezember 2006 werde ich die grobe Rassegruppeneinteilung durch detailierte Rasseportaits ergänzen.

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