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Im 19. Jahrhundert kamen perverse Hundehalter darauf, die tüchtigsten dieser Hunde gegeneinander kämpfen zu lassen. In der Pit - der Hundearena bekämpften sie sich bis zum Tode und steigerten so weiter die Auslese. - Der Pit Bull war geboren. Die Aggressivität durfte sich allerdings immer nur gegen Tiere richten anderenfalls wurden sie umgehend erschossen. Sie mussten sich sogar mitten im Kampf von völlig fremden Menschen trennen lassen, ohne irgendeine Form der Aggression zu zeigen. Der Kampfhund war das Rennpferd des armen Mannes. Ganze Besitztümer wurden auf ihn verwettet.
Diese blutrünstige Vergangenheit hat das Wesen der heutigen Kampfhunderassen mit geprägt. Anderen Tieren gegenüber können sie recht unverträglich sein, wenn man sie nicht entsprechend fördert, sozialisiert und erzieht. Ihren Menschen gegenüber sind sie in aller Regel extrem anhänglich und verschmust.
Sie würden alles für ihre Menschen tun und das kann sie in den falschen Händen und mit falscher Erziehung, wie jeden großen Hund, zur Waffe werden lassen. Ihre Selbstsicherheit machte sie mit zu den beliebtesten Behindertenbegleithunden auf der Welt, bevor unsachliche Medienhetzkampangen diese Rasseschläge in Verruf brachten. Diese entbehren jeder Grundlage.
Leider ist heute eine umgekehrte Situation zu beobachten.
Viele Interessengemeinschaften oder Halterverbände erwecken mit pseudowissenschaftlichen Argumentationsketten und der simplen Sammlung von Gutachten bewusst den Eindruck Tiere dieses Typus wären im Grunde alle Engel.
Das steht so weder in diesen Gutachten noch entspricht es so pauschal der Wahrheit.
Hunde dieses Typus sind Hunde – nicht mehr und nicht weniger. Was aus einem Hund dieses Typus wird, hängt – wie bei jedem Hund- in erster Linie vom Halter ab.
Gezielte Beobachtung, Förderung und sanfte Lenkung dieser Tiere auf soziale Verhaltensweisen im Umgang mit anderen Hunden sind extrem wichtig.
Wer wirklich diesen Rassen gerecht werden will, sollte weder in der einen, noch in der anderen Richtung pauschalisieren.
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