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Klassische Konditionierung
Dieses Lernverhalten welches eng zum Assotiationsverhalten gehört ist wurde von IWAN PAWLOW 1902 entdeckt.Klassische Konditionierung beinhaltet einen unbedingten Reiz, welcher zuverlässig eine unbewusste, reflexartige Reaktion hervorruft und die zeitlich nahe Darbietung eines zweiten Reizes der diese Reaktion ursprünglich nicht hervorruft.Prominentes Beispiel ist das beliebte Clickertraining bei Hunden in seiner Grundform.
Durch gleichzeitiges Klickern und Füttern des Hundes wird nach gewisser Zeit schon das Clickern selbst die Futtererwartung auslösen. Ohne diese Konditionierung auf das Klickgeräusch wäre es jedoch für den Hund bedeutungslos.
Operante Konditionierung
Operante Konditionierung wurde 1937 von BURRHUS F. SKINNER entdeckt. Im Unterschied zur klassischen Konditionierung werden bei der operanten Konditionierung nicht unbewusste Reaktionen verknüpft, sondern zufällige, bewusste oder freiwillige Aktivitäten verknüpft.
Ist das erwünschte Endziel einer operanten Konditionierung ein komplexes, aus vielen Bestandteilen zusammengesetztes Verhalten so sollte man die einzelnen Unterschritte dieser Verhaltenskette aufeinander aufbauend trainieren ( Shaping) . Auch dies wird im Clickertraining eingesetzt.
Instrumentelle Konditionierung
Der Unterschied zur Operanten Konditionierung besteht darin, dass es dem Hund nicht freisteht das gewünschte Verhalten auszuführen oder zu Unterlassen. Das gewünschte Lernverhalten kann nicht ständig in Teilschritten, sondern ausschließlich innerhalb des gesamten Übungsdurchganges wiederholt werden.Beispiel ist das PLATZ bei einem Hund während der Besitzer sich entfernt. Es ist dem Hund nicht möglich dem Besitzer zu folgen und auf halber strecke abzulegen – er wird – in dieser Form der Konditionierung - immer vom Besitzer auf den Ausgangspunkt zurückgebracht werden
Verstärkungsformen
Auch die Verstärkung bietet mächtige Hilfsmittel in der Hundeerziehung. Die wichtigsten Verstärkungsformen sind folgende:
1 ) Gezielte Verstärkung von unvereinbarem Verhalten:
Hier wird beispielsweise einem ziehendem Hund das Kommando Platz gegeben. Zweck: Ein liegender Hund zieht nicht. Einem andere Hunde beissenden Hund wird beigebracht einen Ball im Fang zu tragen - ein tragender Hund hat den Fang nicht frei,....
2) Gezielte Verstärkung von Alternativverhalten :
Wird genommen wenn kein unvereinbares Verhalten möglich ist. Beispiel: Ein Kläffender Hund wird durch die Konzentration auf einen neuen Befehl vom Verhalten abgehalten. Nach und nach verbindet sich der Reiz mit dem Alternativverhalten.
3 ) Gezielte Verstärkung von verschiedenem Verhalten:
Hier geht es darum das Nichtauftreten einer Verhaltensweise zu Belohnen. Beispiel: Einem auf andere Hunde aggressiv reagierendem Hund wird ein Leckerlie vor die Nase gehalten welches er erhält wenn er sich ruhig verhält.
4 ) Gezielte Verstärkung von herausragendem Verhalten:
Hier geht es drum das Gelernte zu festigen und dem Hund das gewohnte Leckerlie nur noch zu geben wenn ein Befehl besonders schnell oder sauber durchgeführt wird.
Aus den oben genannten Beispielen wird deutlich wie komplex hundliches Lernverhalten ist und das alle Allheilmittel in der Hundeerziehung durchaus erfolgversprechend sein können aber unzählige Möglichkeiten verschenken.
So gut beispielsweise Clickern ist – als Religion und isoliert als alleinige Erziehungsform beschneidet es den Hund in seinen Möglichkeiten.
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