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Geschrieben von: Andreas Noll   
Montag, 03. März 2008 10:16

Vor dem Hundekauf sollte man sich über die in Frage kommenden Möglichkeiten im Klaren sein. Alle Bezugsquellen haben ihre eigenen Vorteile und durch eine richtige Auswahl kann jeder den passenden Hund für sich finden.

1) Züchter:

Die Hundezüchter haben den Vorteil, dass sie in nahezu ausschließlich nur Jungtiere vermitteln. In der Regel werden die Tiere ab der 12. Lebenswoche abgegeben - also mitten in der ersten Sozialisierungsphase (3. - 16. Woche). Es wird also klar welche Verantwortung der Züchter trägt. Besondere Vorsicht ist bei den jeweiligen Moderassen geboten. Manchmal geht es nur um das schnelle Geld. Die aufwendige Sozialisation kann normalerweise bei mehr als 3 Würfen im Jahr von einem Familienbetrieb oft nur noch eingeschränkt geleistet werden.

Man kann sich vor Ort ein Bild von den Eltern, deren Wesen, den Aufzuchtbedingungen und der Umwelt der Welpen machen.

Des Weiteren sind die Tiere alle geimpft und entwurmt und haben einen Stammbaum, der Voraussetzung evtl. später mit ihnen selbst reinrassige Welpen zu züchten.

Die Elterntiere sind beide durch eine Vielzahl kostenpflichtiger Ausstellungen als rassetypisch und zuchttauglich befunden worden und auch der Deckakt beim, oft hunderte Kilometer entfernten Rüden, kostet einige hundert €.

Bei Rassen mit großen Köpfen sind Kaiserschnittgeburten verhältnismäßig häufig ( viele bulldoggenähnliche Typen ). Hinzu kommt die monatelange 24h Betreuung der Rasselbande.

Durch die um ein Vielfaches höheren Investitionskosten im Vergleich zu Mischlingshunden ist auch der relativ hohe Preis eines Rassehundes zwischen 500 und 2000 € gerechtfertigt.

In der Regel macht ein Züchter erst nach dem 3. Bis 4. Wurf Gewinne, vorher überwiegen die Investitionen.

Hier kann der Besitzer selbst aktiv in der zweiten Sozialisierungsphase ( 6.- 9. Monat ) mit eingreifen. Allerdings ist es wichtig, dass er dazu in der Lage ist.

Die aktive Sozialisation eines Welpen erfordert extrem viel Zeit und Sachverstand. Damit allerdings viele Besitzer völlig überfordert. Das alleinige Mitnehmen eines Hundes genügt hier nicht. Meistens wird alles dem Zufall überlassen und oft schleifen sich gerade hier die meisten Fehler ein. Oftmals kommen hier unverträgliche, unsichere oder ansonsten schwierige Hunde heraus.

Auf jeden Fall sollte man unbedingt eine Welpenschule mit dem Tier besucht werden da das Sozialverhalten in dieser Phase zwischen Hunden, vorrangig unter den Welpen selbstausgebildet wird.

Kaufvertrag

 

2. Tierheim

Viele haben Vorurteile gegen Hunde aus dem Tierheim. Schließlich weiß man nicht woher diese Tiere stammen. Bei genauerer Betrachtung ist dieses jedoch völlig belanglos. Dort hat man einen größeren Vorteil: Sie sehen wie das Tier ist. Die Sozialisationsphasen sind in der Regel längst abgeschlossen. Der Hund selbst hat keinerlei Interesse, nicht einmal die Fähigkeit ihnen etwas vorzuspielen. Gehen Sie mit ihm spazieren, am besten an einen gut besuchten See. Diese sind in der Regel wichtige Naherholungsgebiete, hier sehen sie wie der Hund auf Jogger, Radfahrer, Weidetiere, Kleintiere wie Enten und Kaninchen, andere Hunde, Radfahrer, unterschiedlichste Menschen...... reagiert. Wenn Sie können, machen sie einige Tage später einen Spaziergang in der Stadt. Dort gibt es Verkehr, Gedränge....

Abschließend sollten Sie einen guten Eindruck vom Wesen des Tieres haben. Auch hier kann man durch nachträgliche Erziehung noch einige Unebenheiten ausbügeln. Ein weiterer Vorteil ist die hervorragende Beratung - völlig frei von Verkaufsinteressen. Die Mitarbeiter in den Tierheimen haben zu wesentlich mehr Hunden Kontakt als ein Züchter. Besonders die vielen rassespezifischen Tierheime sind hier zu empfehlen. Dort kennt man das Wesen der jeweiligen Rasse ganz genau und weiß worauf es bei der Wesensbeurteilung ankommt.

Die Kosten liegen in der Regel zwischen 200,- € und 500,- €. Hier gilt das Solidarprinzip. Auch wenn Ihr Hund problemlos und gesund ist, finanziert sein Verkauf viele andere dort vorhandene, unvermittelbare oder chronisch kranke Hunde sowie professionelles Personal. Kosten die beim Züchter nicht anfallen aber ein aktiver Beitrag zum Tierschutz sind. Auch dort wird ein Schutz- oder Übergabevertrag ausgehändigt, der bestimmte Haltungsauflagen beinhaltet.

Schutzvertrag

 

3. Privatpersonen

Hier ist nahezu alles möglich. Problematisch ist allerdings der starke Verkaufswille des Anbieters. Dafür sind die Tiere preislich recht attraktiv. Anfänger unter den Hundehaltern sollten hier Abstand nehmen.

Welche Rasse passt zu mir?

Eine schier unübersichtliche Vielfalt an Hunderassen steht heute zur Auswahl. Für welche Rasse soll man sich entscheiden? Die meisten Leute lassen sich nur von ihrem optischen Geschmack oder einer spontanen Laune heraus leiten. Aber macht dieses Verhalten Sinn? Wie lange verwenden wir darauf uns über Automodelle zu informieren, obwohl ein Hund uns mit 9 - 13 Jahren wesentlich länger durchs Leben begleitet.

Die richtige Auswahl einer Rasse oder eines Mischlings, der immerhin die Eigenschaften beider Elternrassen trägt, ist mitentscheidend über die Harmonie des Zusammenlebens. Die Rassen unterscheiden sich in Temperament, Bewegungsbedürfnis und anderen Eigenschaften beträchtlich.

Ein ruhiger Rentner wird niemals glücklich, wenn sein extrem bewegungsbedürftiger Husky seinen Frust an der Einrichtung abreagiert oder ihn bei jedem Spaziergang durch die Botanik schleift auf der Suche nach einem leckeren Hasen oder seinen Jagdtrieb an der Hauskatze befriedigt. Wer Wert auf penible Sauberkeit legt wird niemals mit einem Retriever glücklich, der sich bei jeder Gelegenheit in Pfützen legen wird und zahlreiche Anhängsel in seinem langen Fell mit nach Hause bringt.

Des Weiteren haben viele Rassen eine Anfälligkeit für spezifische Erkrankungen. Diese müssen nicht unbedingt ausbrechen aber man sollte ein wachsames Auge darauf werfen.

Es ist übrigens ein Irrtum Rassehunde würden häufiger krank werden als Mischlinge.

Eine Studie der tierärztlichen Hochschule Hannover (2006) belegte, dass Rassehunde aufgrund ihres identischen Körperbaus eine Häufung zu bestimmten Krankheiten haben, wie Mischlinge gleichen Körperbaus es auch haben. Die Gesamterkrankungsrate ist jedoch keinesfalls höher als bei Mischlingen.

 

Text: Andreas Noll / Lengerich

 

 

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Aktualisiert ( Montag, 02. August 2010 19:04 )
 

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