Gab es vor 20 Jahren außer Rasseführen nur eine Hand voll guter Hundebücher, so wird es für den Hundefreund heutzutage zunehmend schwerer den Überblick zu behalten.
An dieser Stelle werde ich nun ausgewählte, von mir gelesene, Bücher vorstellen um zu helfen Enttäuschungen zu vermeiden und freudige Überraschungen zu erleben. Später werde ich dann auch einige Klassiker rezensieren. Sicher wird auch so mancher Geheimtipp unbekannter Verlage darunter sein.
In diesem Zusammenhang ist es mir wichtig zu erklären, dass ich eine bewusste Vorauswahl der zu besprechenden Bücher treffe.
Bücher, die von mir von Anfang an als Wackelkandidaten gesehen werden, bestelle ich nicht zur Rezension, da es nicht meine Aufgabe ist Bücher "schlecht zu reden", sondern empfehlenswerte Bücher an den Hundehalter zu vermitteln.
Nichts desto Trotz werden Bücher die meinen Erwartungen nicht entsprachen realistisch aber fair bewertet.
Aus diesem Grunde finden sich in dieser Tabelle auch überwiegend sehr empfehlenswerte Bücher, obwohl diese auf dem freien Büchermarkt mit Sicherheit nicht die Mehrheit der Hundebücher darstellen.
Handbuch für Hundetrainer
Geschrieben von: Daniela Pankratz
Ein Handbuch für Hundetrainer, das den Trainingsalltag von A – Z schildert – das verspricht das Buch. Und genau das wird auch gehalten.
Es beginnt mit dem vielleicht wichtigsten Thema: dem richtigen Umgang mit dem Menschen, der in die Hundeschule kommt. Gerade der erste Kontakt, die richtige Einschätzung des entsprechenden Menschentypes und damit die richtige Einordnung in Trainingsgruppen sind nicht immer einfach und das Buch liefert da einen guten Einstieg. Es geht um den richtigen Trainingsaufbau, später um die Gestaltung des Trainings.
Damit wird ein Blick hinter die Kulissen ermöglicht, der vielen Hundetrainer in dem Maße nicht immer bewusst und bekannt ist – das setzt sich ebenso fort in den Themen der Verhaltensbiologie.
Mag es noch verhältnismäßig einfach sein, die optischen Kommunikationssignale des Hundes zu lesen und richtig zu deuten, so ist nicht immer Hintergrundwissen über bestimmte Rasseeigenschaften vorhanden, über die Grundlagen der Vererbung oder über die Verhaltensentwicklung gerade in der Welpenzeit. Dazu gehört auch die nicht abreißende und nicht vollends zu klärende Streitfrage um die perfekte Abgabezeit für einen Welpen vom Züchter an den neuen Besitzer.
Stilvoll wohnen ist auch mit Hund möglich – dieser neue Bildband von Callwey schildert es am Beispiel von 18 bekannten Persönlichkeiten und ihren Hunden eindrucksvoll.
Die Dogge auf dem weißen Sofa, der Setter in einem puristischen Haus, Mischlinge zwischen uralten Bauernmöbeln – jede Wohnart hat ihren eigenen Flair, jede Einrichtung ihren ganz eigenen Charme, der durch Hunde noch wohnlicher und teilweise noch eleganter wirkt.
Aktualisiert ( Dienstag, 29. November 2011 12:21 )
„Nichts ist unmöglich“ – was auf dem Buchrücken versprochen wird, das wird im Buch auch gehalten.
Welcher Hundehalter kennt nicht die kleine Ratlosigkeit, was man mit dem Hund zusätzlich unternehmen könnte, was man ihm noch beibringen könnte, um ihn auszulasten. Unsere Hunde sind heute mehr Familienhunde als jemals zuvor, sie haben zumeist längst nicht mehr die Aufgaben zu bewältigen, für die ihre unterschiedlichen Rassen einmal gezüchtet worden sind.
Celina del Amo hat hier eine Anregung geschaffen – es geht in ihren Buch nicht darum, dem Hund hunderte Tricks beizubringen, sondern ebenso darum, eine gute Zusammenarbeit zwischen Hund und Halter im Alltag zu schaffen.
Welcher Hund darf es sein? Und eignet der sich für uns? Was erwarten wir von einem Hund, wie sollte er sein?
Wer sich einen Hund anschaffen möchte, der hat meist viele Fragen – gerade, wenn man noch nicht viel Erfahrung mit den einzelnen Rassen gemacht hat.
Anna Laukner hat hier einen kleinen, wunderbar übersichtlichen Taschenaltas zusammengestellt – auf 127 Seiten für die bekanntesten und beliebtesten 140 Hunderassen. Von den meisten Hunderassen sind ansprechende Farbfotos dabei, die einem noch besser helfen, einen groben Überblick zu gewinnen.
Spazieren gehen kann jeder und genauso gestaltet es sich auch oft. Immer der gleiche Weg, immer die gleichen Bekanntschaften, die man unterwegs trifft und immer der gleiche Trott für den Hund.
Das muss jedoch nicht sein - und wie es anders geht, das beschreibt Celina del Amo in ihrem Buch "Abenteuer für Hunde - Spiel und Spaß unterwegs".
Neben einer Einführung in das Lernverhalten des Hundes, die Wichtigkeit von Motivation und richtiger Belohnung lernt der Leser auch direkt etwas über die Grundausbildung des Hundes, die für einen gelungenen Abenteuerspaziergang unerlässlich ist.
„Behauptet wird“ – es gibt genug Bücher über Hunde und über Wölfe. „Fakt ist“ – das ist sicherlich richtig. Aber es fehlte ein Buch, das beides in Einklang bringt. „Bedeutung für den Hundehalter“ – dieses Buch gehört auf jeden Fall in Ihr Bücherregal, völlig unabhängig davon, wie lange Sie selbst schon Hunde halten oder ob Sie erst noch planen, sich einen Hund anzuschaffen.
Genau mit dieser einfachen und übersichtlichen Aufstellung bringen Günther Bloch und Elli Radinger mit ihrem Buch „Wölfisch für Hundehalter – von Alpha, Dominanz und anderen populären Irrtümern“ Licht in das Dunkel, das die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Wolf und Hund als enge Verwandte immer noch umgibt.
„Alle Antworten zum Hund“ - und genau das ist es. Es gibt kaum Fragen, die nach dem lesen dieses Buches noch offen bleiben.
Gegliedert in die 6 großen Bereiche rund um Hunde – Geschichte und Herkunft, Ernährung und Futter, Pflege und Gesundheit, Anatomie und Sinne, Verhalten und Psyche sowie Erziehung und Umgang – finden 222 Fragen ihre Antworten. Kurz, präzise, leicht verständlich und vor allem mit dem richtigen Hintergrundwissen, ohne zu wissenschaftlich zu wirken.
Frau Adam ist hiermit ein tolles Buch gelungen, in dem nicht nur zukünftige Hundehalter die meisten Antworten finden, die sich in der Hundehaltung stellen, sondern auch jahrelange Hundehalter vielleicht noch das ein oder andere neue lernen.
Wie erziehe ich meinen Hund? Das mag sich so mancher Hundehalter fragen, wenn der erste Hunde bei ihm einzieht. Spätestens, wenn man den Hund schon länger – teilweise über Jahre – hat und merkt, dass sich so einige Fehler eingeschlichen haben, Befehle nicht sauber ausgeführt werden oder der Hund lieber selbstständig laufen geht, statt zu Herrchen zu kommen ist Ratlosigkeit angesagt.
Dieses Buch gibt einen ersten Anhaltspunkt.
Man schafft es nicht mit jedem Hund, ihn in den vorgeschlagenen 4 Wochen zu einem perfekten Begleiter auszubilden. Aber das verspricht Frau Nick auch nicht.
Sie weist immer wieder darauf hin, dass der eine Hunde länger braucht als der andere und sich der Halter nach seinem Hund richten soll und nicht zu viel verlangen.
Es klingt erstmal nach viel zu viel für einen jungen Hund – 51 Tricks lernen. Jedoch verstecken sich dahinter auch Alltagsdinge wie Sitz, Platz und an der lockeren Leine laufen.
Frau Sundance liefert hier ein Buch, das sicherlich so einigen Junghunden helfen wird nicht gelangweilt im Wohnzimmer zu liegen, sondern wirklich Spaß mit ihren Besitzern zu haben – die ebenso viel Spaß daran haben werden, ihren Hunden die entsprechenden Tricks und vielleicht sogar noch ein wenig mehr beizubringen.
Die Anleitungen sind leicht verständlich geschrieben, größtenteils sogar bebildert, was die Erarbeitung der einzelnen Tricks noch einfacher macht.