Gab es vor 20 Jahren außer Rasseführen nur eine Hand voll guter Hundebücher, so wird es für den Hundefreund heutzutage zunehmend schwerer den Überblick zu behalten.
An dieser Stelle werde ich nun ausgewählte, von mir gelesene, Bücher vorstellen um zu helfen Enttäuschungen zu vermeiden und freudige Überraschungen zu erleben. Später werde ich dann auch einige Klassiker rezensieren. Sicher wird auch so mancher Geheimtipp unbekannter Verlage darunter sein.
In diesem Zusammenhang ist es mir wichtig zu erklären, dass ich eine bewusste Vorauswahl der zu besprechenden Bücher treffe.
Bücher, die von mir von Anfang an als Wackelkandidaten gesehen werden, bestelle ich nicht zur Rezension, da es nicht meine Aufgabe ist Bücher "schlecht zu reden", sondern empfehlenswerte Bücher an den Hundehalter zu vermitteln.
Nichts desto Trotz werden Bücher die meinen Erwartungen nicht entsprachen realistisch aber fair bewertet.
Aus diesem Grunde finden sich in dieser Tabelle auch überwiegend sehr empfehlenswerte Bücher, obwohl diese auf dem freien Büchermarkt mit Sicherheit nicht die Mehrheit der Hundebücher darstellen.
Spaßschule für Hunde
Geschrieben von: Daniela Pankratz
Hunde sind heute mehr als Wachhunde und sie sind nicht einfach nur Familienhunde – sie sind auch Freizeitpartner.
Genau das will Frau del Amo in ihrem Buch „Spaßschule für Hunde“ dem Hundehalter einfach nahebringen – dass es mehr gibt als den normalen Grundgehorsam und es Spaß macht, den Hund zu fordern und zu fördern, um ihn auszulasten, wo er doch viel zu selten so gefordert ist, wie es bei den meisten Rassen züchterisch angedacht war.
Apportieren ist einfach und bietet Spaß - so die Meinung vieler Hundebesitzer.
Richtig ist, dass die meisten Hunde gern apportieren. Vor allem die immer beliebter werdenden Jagdhunderassen lassen sich damit gut auslasten. Wenn man es richtig anfängt. Doch die wenigsten Besitzer machen sich wirklich Gedanken darüber, wie man es macht oder wie man es lässt.
Es gibt mehr als einfaches werfen-bringen-werfen-bringen, das den Hund schnell langweilt und im schlimmsten Fall noch dazu führt, dass der Hund erst recht den nächsten Hasen jagt, der ihm vor die Nase läuft.
Aktualisiert ( Donnerstag, 14. Januar 2010 10:19 )
Hund und Mensch unterscheiden sich biologisch in vielerlei Hinsicht. Sowohl vom Nährstoffbedarf, der Anatomie und Resorptionseigenschaften des Verdauungssystemes als auch in der Sekretion lebenswichtiger Verdauungsenzyme sind die Unterschiede enorm.
Was für den Menschen lecker oder gesund ist, kann den Hund töten. Auf natürliches Meideverhalten des Hundes kann man sich nicht verlassen – im Gegenteil: Viele für den Hund gesundheitsgefährdende Stoffe werden von ihm als besonders schmackhaft empfunden.
Gerade Junghunde neigen dazu, alles Mögliche in den Fang zu nehmen und zu beknabbern.
Besonders unter neuen Hundehaltern herrscht große Verunsicherung, welche Stoffe einem Hund schaden und welche nicht. Internetforen und Tierarztpraxen bekommen regelmäßig Anfragen verzweifelter Hundehalter und die Antworten lassen den Ratsuchenden oft noch hilfloser werden.
Viele Hundebesitzer träumen davon, mehr Zeit mit Ihrem Hund zu verbringen. Nur wenig vertieft die Hund–Mensch–Bindung mehr als eine mehrwöchige Wanderung gemeinsam mit Hund.Viele trauen Ihrem Vierbeiner dies jedoch nicht zu. Heiko Kühr räumt mit diesen Vorurteilen auf. Schon auf den ersten Seiten erfährt man die Vorteile der unterschiedlichsten Hundetypen, kann ein Neufundländer noch über die meisten Hindernisse steigen, über die ein Kleinhund bereits klettern muss, kehrt sich dieser Vorteil in den Momenten um in denen man den Hund zu seiner eigenen Sicherheit tragen muss oder kurzfristig anderweitig transportieren muss.
Längere Trekkingtouren sind mit nahezu jedem gesunden Hund möglich.
Dem Spezialverlag für Outdoorbücher ist mit diesem Buch ein großer Wurf für naturbegeisterte Hundefreunde gelungen.
Dies ist ein Buch, welches sich von den üblichen Hundebüchern unterscheidet. Sowohl in Inhalt, Form und Gestaltung weicht es von der Norm ab.
Die Autorin Rebecca Sytlof widmet sich in diesem Buch dem spanischen Galgo in seinen Erscheinungsformen als Rennhund Galgo inglese und dem Jagdhelfer Galgo espanol. Beides sind hierzulande eher unbekannte Windhundeschläge. Über die Lebensumstände dieser Tiere in Ihrer Heimat ist jedoch in der Öffentlichkeit fast nichts bekannt.
Es handelt sich hier um ein Tierschutzbuch im weiteren Sinne. Es möchte nicht missionieren und nicht dazu aufrütteln sich statt eines deutschen Tierheimhundes einen Galgo aus Spanien zu importieren.
Sieht man die sich die Hundeerziehung der letzten 100 Jahre an, wird eine verwirrende Vielfalt an Methoden offensichtlich. Galt es zunächst den Hund zu brechen, wurde später mit Zuckerbrot und Peitsche oder gar komplett antiautoritär gearbeitet. In den letzten 20 Jahren drang zunehmend eine Vielzahl mehr oder weniger neuer Erziehungsmodelle unter fantasievollen Namen auf den Markt.
Was steckt jedoch hinter diesen Modellen? Haben sie Hand und Fuß oder geht es eher um finanzielle Interessen der Anbieter?
Ist die Erziehungsmethode, welche wir als Mensch favorisieren, auch für den Hund die Beste?
Gibt es überhaupt die ideale Erziehungsmethode für alle Hunde?
Rudelhaltung von Hunden ist heutzutage in den Industrieländern eher die Ausnahme. Vor allem in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts haben sich Hunde in ihrer Bedeutung für den Menschen vom überwiegenden Arbeitstier zum Sozialpartner gewandelt. Dies beinhaltete gleichzeitig einen Wandel der Haltungsformen von der Rudel- oder Meutenhaltung zum Einzeltier mit engem Familienanschluss.
Verhaltenskundliche Erkenntnisse waren bis zu den 1980´er Jahren überwiegend wissenschaftlichen Institutionen vorbehalten. Werke von Autoren wie Ziemen, Bloch und Feddersen – Petersen änderten diesen Umstand und ermöglichten es nun auch dem privaten Hundehalter sich mit der hundlichen Verhaltenskunde auseinander zu setzen.